Ruhrgebiet
Essen Originell ist als Gegenverastaltung zu “Essen Original” entstanden, weil sich die “Schwarze Szene” von der Essener Marketing Gesellschaft ausgegrenzt fühlte und daher ein eigenes Programm am und im Leo Store auf die Beine stellte. Das hat jetzt auch Tradition. Findet ja immerhin in diesem Jahr schon zum dritten Mal statt.
Bisher sind folgende Bands bestätigt:
16.09. Noisuf-X, Eisenfunk, Incubite, Freakangel, Chainreactor, Genetic Disorder, Blutzukker, Cybrax Industry
17.09. Stahlnebel, Readjust, Kaos Frequenz, Amox Mind, Aggroaphobia, Hazz [art], Dage-Gen, Projekt Stoerfaktor, Tanzradar
Die aktuellsten Infos findet ihr wahrscheinlich auf der Essen Originell Facebook Seite.
Die Kommentare, die sich damals in der Diskussion um das Essen Originell ergeben habe lasse ich mal drin und auch noch das Interview von damals mit dem Mitorganisator Björn Werner.
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Im Prinzip eine lobenswerte Aktion. Nur was hat “die schwarze Szene” mit Subkultur zu tun? Gerade im Ruhrgebiet laufen einem die Lack- und Schwarzer-Ledermantel-Hansel doch an jeder Ecke über den Weg? Sorry, aber die “Szene” ist mindestens so Mainstream wie Hansi Hinterseer.
Was hat die “schwarze Szene” mit Subkultur zu tun? Eine berechtigte Frage, zumal es DIE schwarze Szene gar nicht gibt. Wenn man Subkultur als Gegenkultur zur Hochkultur oder zur Mainstreamkultur ansieht, hat die Bezeichnung schon ihre Berechtigung. In diesem Fall ganz besonders, denn seitens der Stadt wird die alternative Musikszene (alternativ zu Jazz, Schlager, Pop…) als Subkultur aufgefasst. Subkultur auch im Sinne von einer eher unbedeutenden Menge an Menschen, die sich dazuzählen. Dass das nicht so ist, wissen wir. Die Kulturentscheider in den Institutionen aber häufig nicht.
Der Don, deine Aussage grenzt an Populismus und steckt voller Unwissenheit.
Wieso “Lack und Schwarzer-Ledermantel-Hansel”? Wurdest du jemals angepöbelt, oder zählst du eher zu denen, die Anhänger der schwarzen Szene anpöbeln und dir beim Anblick dieser Leute sämtliche Vorurteile durch den Kopf schießen?
Mir muss es auch nicht gefallen wie Punks rumlaufen oder was sie hören, aber muss ich sie deswegen gleich abwerten?
Und: So unbedeutend klein ist die Menge der Anhänger nicht
Ich kann den Don schon verstehen. Wobei ich es nicht so drastisch sehe. Aber wenn man sich Bands wie Unheilig anschaut, die eigentlich Schlagermusik machen, dann bekommt man schon das Gefühl, dass bei der schwarzen Szene nicht viel zum Mainstream fehlt. Allerdings ist das doch bei allen größeren Subkulturen so. Hip Hop wurde auch ausgeschlachtet, Techno sowieso. Da gibt es schon noch bedeutende Szenemusiker und Szenegänger, aber als Außenstehender hat man schon das Gefühl, dass es zwischen Mainstream und HipHop/Techno/Schwarze Szene keinen Unterschied mehr gibt. Aber eben nur als Außenstehender.